Chronik

Freiwillige Feuerwehr Weidenbach

 

Die Feuerwehr wurde im November 1869 mit ca. 58 Männern gegründet. Der erste Kommandant war damals August Hagen, Lehrer an der Kreisackerbauschule Triesdorf.

 

1873 konnte erstmals eine neue Spritze mit den zugehörigen Schläuchen für 1.500 Gulden angeschafft werden, finanziert durch Zuschüsse der Gemeinden Weidenbach, Leidendorf und Breitenbronn, im nächsten Jahr wurde von der Gemeinde Weidenbach ein Spritzenhäuschen - jetzt Schulstraße - zur Verfügung gestellt.

 

Am 23. Februar 1884 stand ein Teil der Brauerei Sammeth in Flammen. Dank dem großen Wasservorrat und der Windstille konnte der Brand auf den Herd beschränkt werden.

 

Eine Neuerung und einen großen Fortschritt in der Nachrichtenübermittlung zeigt der Bericht des Hauptmanns Kunder von 1898 auf: die Wehr wurde zum Brand am 17. März in Merkendorf telegraphisch alarmiert.

 

Im Jahr 1900 wurde zusätzlich eine vierrädrige Saug- und Druckspritze mit stehenden Zylindern und 120m Hanfschläuchen, sowie 24m gummierten Schläuchen für 1580 Mark gekauft. Originalrechnung der Fa. Braun, Nürnberg vorhanden.

 

Am 10. März 1903 kam bei einem Brand des Ökonomen und Gastwirts Ströbel die neue Saug- und Druckspritze zum Einsatz.

 

Im Jahr 1916 brannte am Eiskeller der Brauerei Sammeth durch Blitzschlag der Dachstuhl ab.

 

Der erste Weltkrieg forderte auch in den Reihen der Feuerwehr seine Opfer, den gefallenen Kameraden wurde jeweils in der Generealversammlung gedacht.

 

Die Weidenbacher Feuerwehr hätte 1919 ihr 50-jähriges Jubiläum feiern können, doch danach stand niemandem der Sinn. Das dazugehörige Protokoll wurde 1922 in der Hauptversammlung feierlich verlesen.

 

Am 30. Mai 1926 fand erstmals nach dem Krieg eine Inspektion statt, die zur vollen Zufriedenheit ausfiel.

 

Im Protokoll von 1929 heißt es, dass erneut ein Antrag gestellt wurde, für die alte Saug- und Druckspritze, die fast nicht mehr zu pumpen war, eine neue Motorspritze anzuschaffen. Das ließ sich aber aus finanziellen Gründen nicht verwirklichen.
Erst 1932 konnte diese Motorspritze bei der Fa. Paul Ludwig, Bayreuth gekauft werden.
Die jungen Männer von damals absolvierten an der neuen Motorspritze ihre Ausbildung und nannten sich Motorspritzen-Mannschaft (Urkunde vorhanden).
Diese Pumpe war bis 1957 im Einsatz.

 

In den Kriegsjahren 1939 – 1945 waren die Männer fast alle an der Front, viele wurden verwundet oder sind gefallen. Deshalb mussten auch Frauen und 14- 15jährige Burschen, die noch nicht zum Kriegsdienst eingezogen wurden, eingesetzt werden.

 

Eine neue Tragkraftspritze mit Anhänger wurde 1958 angeschafft, die in den 1980er Jahren an die Feuerwehr Weiherschneidbach abgegeben wurde.

 

1963 konnte durch Zuschüsse des Landkreises Feuchtwangen und der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf das erste Einsatzkraftfahrzeug LF8 zum Kaufpreis von 35000DM erworben werden.

Es handelte sich um einen Mercedes-Benz 309 mit Bachert-Aufbau und entsprechender Ausrüstung. Dieses konnte in das - unter Führung von Kommandant Braun – von den Feuerwehrleuten in Eigenleistung neu erstellte Gerätehaus am Wannenbach - jetzt Dorfstraße – überführt werden.
Durch die Eigenleistung beliefen sich die Kosten für das Gerätehaus auf nur 15.000DM.

 

1964 übergab die Feuchtwanger Wehr den Weidenbachern ein gut ausgestattetes Luftschutzfahrzeug, ein auf einem Unimog 404 aufgebautes Tanklöschfahrzeug TLF8/8
 - ein Militärfahrgestell und somit das einzige Unimog Modell mit Benzinmotor.

Die Weidenbacher Wehr war inzwischen Stützpunktfeuerwehr geworden.

Zur Steigerung der Leistungskraft der Wehren, an die immer höhere Anforderungen gestellt wurden, wurden in den 1960er Jahren Leistungsprüfungen in verschiedenen Stufen eingeführt.

 

Am 28. und 29. Juni 1969 wurde das 100jährige Bestehen gefeiert.
Am Sonntag, den 29. Juni, nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Weidenbach, war zunächst noch die Totenehrung am Kriegerehrenmal. Am anschließenden Festzug beteiligten sich 62 Wehren und Vereine, die sich in Richtung Seiler-Halle bewegten. Der Abschluss fand im Gasthaus Eder mit einem abendlichen Festtanz statt.

 

Im gleichen Jahr stand am 18. Oktober das landwirtschaftliche Anwesen Erwin und Emma Brunnacker in Flammen (jetzt Anwesen Familie Ebersberger).

Durch das schnelle Eingreifen der Weidenbacher Wehr und der umliegenden Gemeinden konnte das angrenzende Wohnhaus erhalten werden.

 

In beispielhafter Nachbarschaftshilfe durch Feuerwehrkameraden und viele Dorfbewohner konnte bereits am nächsten Tag mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. Durch die gute Zusammenarbeit der Weidenbacher Handwerker konnten bereits Mitte November, am Dienstag vor Buß- und Bettag, die Dächer von Stall und Scheune fertig gedeckt werden. Einige Tage darauf kamen Schnee und Frost und blieben bis März des kommenden Jahres.

 

Als Reaktion auf den Brand wurde in der Esbacherstraße eine Löschwassersaugstelle neu gebaut.

 

Einen Fortschritt in der Alarmierung bedeutete 1972 die Installierung einer Sirene auf dem Gebäude der Gemeindeverwaltung in Weidenbach.

 

1974/75 wurde die erste Jugendfeuerwehr in Weidenbach gegründet, die heute noch besteht.
Die meisten der heute aktiven Feuerwehrleute sind bereits in ihrer Schulzeit als Jugendliche in die Jugendfeuerwehr eingetreten.

 

1981 erhielt die Wehr unter Kommandant Kurt Neusesser ein neues Löschfahrzeug LF 16, ein Mercedes Benz 1019 mit umfangreicher Ausstattung, zum damaligen Kaufpreis von 380.000DM. Durch das neue LF 16, das in der Umgebung das fortschrittlichste war, wurde Weidenbach zu vielen technischen Hilfeleistungen, vorwiegend bei Verkehrsunfällen, alarmiert.
Mit diesem Fahrzeug wurden Einsätze im Umkreis von etwa 20km gefahren.

 

Anfang der 80er Jahre wurden Funkmeldeempfänger angeschafft, um bei kleineren Einsätzen gezielt alarmieren zu können. Ein Großteil dieser Funkmelder ist im Jahr 2020 immer noch in Betrieb.

 

Zur Vorbereitung auf das 125jährige Jubiläum wurde ein Festausschuss mit 16 Personen gebildet.

Mit Mehrheit der anwesenden Wehrmänner wurde im Januar 1993 der Kauf einer Fahne beschlossen. Zum Patenverein wurde die Feuerwehr aus Ornbau ausgewählt.

 

In den 1990er Jahren wurden die Leistungsprüfungen in technischer Hilfeleistung mit Rettungsschere und Spreizer in verschiedenen Stufen eingeführt.
Durch die stetige Weiterbildung der Mannschaft und des Kommandanten ist die Wehr in Weidenbach zu einer schlagkräftigen Truppe geworden.

 

Das Fest „125 Jahre Feuerwehr Weidenbach“ erfolgte vom Donnerstag, 2.Juni bis Montag, 6. Juni 1994.

 

1995 im September traten die ersten Frauen in die Wehr ein, bei den meisten wurde das Interesse an der aktiven Feuerwehrarbeit durch ihre Tätigkeit als Festdamen beim Feuerwehrfest geweckt.

 

Ab 1997 wurde, auch durch die Eigenleistung der Feuerwehrleute von über 3000 Stunden, ein Neubau des Gerätehauses möglich. Das neuerbaute Feuerwehrhaus in der Ornbauer Straße wurde am 12. Mai 1999 durch Pfarrer Dr. Gerhard Hausmann eingeweiht.
Unser Kommandant Werner Schäfer war an diesem Tag bereits schwer erkrankt im Krankenhaus und konnte sein Lebenswerk „Feuerwehrgerätehaus“ leider nicht mehr gemeinsam mit uns einweihen.
Am darauffolgenden Tag, Christi Himmelfahrt, war ein Tag der offenen Tür.
Seitdem ist immer an Christi Himmelfahrt das schon traditionelle Floriansfest.

 

Nach dem Tod von Werner Schäfer, der das Amt über zwei Perioden inne hatte, übernahm Werner Glotz die Amtsgeschäfte des 1. Kommandanten bis zum Jahr 2003, als er sein Amt aus Altersgründen abgab.

 

 

2008 wurde auf Initiative von Kommandant Jörg Lehmeyer die Feuerechsen, die Kindergruppe der Feuerwehr, ins Leben gerufen, was zu diesem Zeitpunkt doch etwas Besonderes war.
Die Gruppe wurde vom Verein betreut, da es zu diesem Zeitpunkt noch keine Kinderfeuerwehr laut Bayrischem Feuerwehrgesetzt gab.

 

Im gleichen Jahr wurde die Zusatzalarmierung über SMS für die Feuerwehr Weidenbach eingerichtet. Diese soll neben der Sirene und der Funkmeldeempfänger die Feuerwehrkameraden/innen auf einen Einsatz aufmerksam machen.

 

Im Jahr 2009 wurde ein Mehrzweckfahrzeug von der Ausrüstungsfirma Compoint an die Wehr ausgeliefert und in Dienst gestellt. Zeitgleich erfolgte die Außerdienststellung des zum damaligen Zeitpunkt 46 Jahre alten LF8 aus dem Jahr 1963.

 

2010 konnte eine Wärmebildkamera Rosenbauer Argus 4 für ca. 10.000€ angeschafft werden, welche in der näheren Umgebung eine der ersten war.

 

Einen weiteren Höhepunkt erreichte die Wehr 2011 mit dem Kauf eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges HLF 20/16 für ca. 380.000 €.
Eine kleine Gruppe unter Kommandant Jörg Lehmeyer investierte viele Stunden, um ein Fahrzeug, welches auf die Bedürfnisse der Feuerwehr Weidenbach zugeschnitten ist, ausschreiben zu können. Die Übergabe erfolgte mit einem Festzug durch Weidenbach und anschließendem Festbetrieb in der Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses.
Nach vielen Übungen und Ausbildungsveranstaltungen wurde daraufhin das TLF 16/8 aus dem Jahr 1972 außer Dienst gestellt. Dieses war in den 2000er Jahren von der Werkfeuerwehr Robert Bosch in Nürnberg übernommen worden.

 

2012 schaffte der Feuerwehrverein einen Mehrzweckanhänger für die Feuerwehr an, in welchem zukünftig verschmutzte Gerätschaften nach Übungen oder Einsätzen abtransportiert, sowie nachgefordertes Material zur Einsatzstelle gefahren werden kann.

 

Auch auf das Thema Ausbildung wird in der Feuerwehr Weidenbach immer mehr Wert gelegt:
Es werden die Lehrgänge Truppmann/Truppführer - seit 2015 umgestellt auf modulare Truppausbildung -, Maschinistenausbildung, Absturzsicherung und Atemschutzgeräteträger selbst in der Wehr ausgebildet.
An diesen Ausbildungen nehmen teilweise auch Kameraden/innen aus einem Umkreis von 25km teil.

 

Die Motorspritze von 1932 wurde in den Jahren 2014/2015 von einigen Kameraden der Feuerwehr Weidenbach restauriert und unter Anleitung von Albert Lechner wieder zum Laufen gebracht.

Auf der Bühne in der Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses wird die Motorspritze und die ebenfalls restaurierte Saug- und Druckpumpe von 1900 zur Schau gestellt.

 

Im Frühjahr 2015 konnte ein Defibrillator für die Feuerwehr Weidenbach angeschafft werden, wodurch vor allem für die eigenen Feuerwehrleute zur Absicherung im Einsatzfall, aber auch bei Unfällen ohne Zeitverzug gute Hilfe geleistet werden kann.

 

Im Jahr 2015 wurde auch das 40jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr mit einer Feuerwehrolympiade und anschließendem Discoabend für die Jugendlichen gefeiert.

Hier nahmen etwa 75 Jugendliche aus den Nachbarwehren teil.

 

Im Dezember 2015 konnte für die Feuerwehr Weidenbach ein Sprungrettungsgerät SP16 für ca. 8.000€ angeschafft werden.
Dieses Sprungrettungsgerät ersetzt das bereits zu diesem Zeitpunkt ausgemusterte Sprungtuch. 

 

Im November 2016 wurde nach längerer Wartezeit der Digitalfunk eingeführt.

 

Im Jahr 2017 wurde erstmalig ein Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde Weidenbach erstellt.
In diesem wird das Einsatzgebiet, die Ausbildung und die Gerätschaften jeder Feuerwehr der Gemeinde genau unter die Lupe genommen, um erforderliche Änderungen zu erkennen und für die Zukunft einen Plan aufstellen zu können, wohin die Reise der Feuerwehren der Gemeinde führen soll. Dieser Plan wurde zusammen mit der Gemeinde und allen Kommandanten der Weidenbacher Feuerwehren unter Führung von 1.Bürgermeister Gerhard Siegler, 2. Bürgermeister Willi Albrecht, sowie des federführenden Kommandanten Jörg Lehmeyer erstellt.

 

Im Juli 2017 war es möglich, die Kinderfeuerwehr der gemeindlichen Einrichtung Feuerwehr zu unterstellen, was im Gemeinderat auch einstimmig beschlossen wurde. Dies bringt vor allem auch versicherungstechnisch große Vorteile für die Mitglieder.

 

Am 28. August 2017 brannte es im Anwesen Köpplinger in Kolmschneidbach.
Gegen 17.15 wurden die Feuerwehren alarmiert. Weidenbach und viele umliegende Wehren bekämpften den Brand im Nebengebäude, in dem sich die Heizanlage befand.
Insgesamt waren etwa 190 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz, sowie Polizei vor Ort. So konnte das Wohnhaus geschützt und noch größerer Schaden vermieden werden.

 

Zu allen Zeiten waren die Wehrmänner und -frauen bestrebt, die Hilfeleistung für Menschen, Tiere und Hab und Gut in hohem Umfang zu gewährleisten und zu schützen.

 

Im April 2018 wurde die aktive Feuerwehr Irrebach aufgrund Mitgliedermangels aufgelöst und der Feuerwehr Weidenbach als Löschgruppe unterstellt. Der Feuerwehrverein der ehemaligen Feuerwehr Irrebach bleibt jedoch weiterhin bestehen.

 

Im Jahr 2020 besteht die Feuerwehr Weidenbach aus 66 aktiven, 13 Jugendlichen, 22 Kindern sowie 40 passiven Mitgliedern.

 

Vom 23.-26. Mai 2019 feierte die Weidenbacher Wehr ihr 150jähriges Gründungsjubiläum.

Bereits 4 Jahre zuvor begann der Festausschuss unter der Führung von 1. Vorstand Keven Storch mit den Planungen für dieses Fest. Die Feuerwehr stellte zusammen mit Festwirt Oliver Höhn aus Kitzingen ein abwechslungsreiches 4-tägiges Programm zusammen:

Donnerstag, den 23.Mai DJ Party von Radio Galaxy Mittelfranken

Freitag, den 24. Mai Trachtenabend mit der Band „die Störzelbacher“

Samstag, 25. Mai Partyabend mit der Band „Aeroplane“

Der Sonntag begann mit dem Gottesdienst im Festzelt, das neben dem Feuerwehrhaus in der Ornbauerstraße errichtet wurde.

Anschließend fand ein, von der Weidenbacher Blasmusik begleiteter, Frühschoppen statt, bevor man sich zum großen Festumzug mit 118 teilnehmenden Vereinen aus dem gesamten Ansbacher Landkreis und dem Nachbarlandkreis Weißenburg-Gunzenhausen aufstellte.

 

Die Kommandanten von der Gründung bis heute:

1869  -  1873  August Hagen

1874                Rabus

1875  -  1893  Karl Knäulein

1894  -  1900  Leonhard Kunder

1901  -  1923  Johann Oberhäuser

1924  -  1925  Leonhard Dürr

1926  -  1933  Friedrich Knäulein

1934  -  1935  Georg Probst

1935  -  1946  Leonhard Oberhäuser

1946  -  1951  Heinrich Babel

1951  -  1960  Johann Geweiher

1960  -  1965  Erhard Braun

1965  -  1980  Friedrich Hahn

1980  -  1985  Kurt Neusesser

1986  -  1999  Werner Schäfer

1999  -  2002  Werner Glotz

2003  -  2008  Harald Leikauf

2008 -  heute  Jörg Lehmeyer

 

FeuerwehrWeidenbach
 
letzter Einsatz am:
11.10.2020

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